Hallo ihr Lieben!

Freunde, Partner, Familie

Hier könnt ihr erfahren wer hinter diesem Verein steckt und wer die Gründungsmitglieder sind.

 

Jenny und Matthias haben den Anstoß Anfang 2018 gegeben einen gemeinsamen Ort in Chemnitz entstehen zu lassen, an dem man in Gemeinschaft sein kann und gemeinsamen Interessen nachgehen kann. Daraus entstand schnell die Idee einen passenden Verein zu gründen, damit wir auch weitere Projekt integrieren können, wie zum Beispiel ein Festival in Chemnitz für bedürfnisorientierte Familien zu veranstalten.

 

 

Jenny + Matthias

(5 KINDER - 2 BIS 17 JAHRE)

Mit unseren 5 Kindern im Alter von 2 bis 17 Jahren leben wir, Jenny und Matthias, bereits in einem ziemlich „Kunterbunten Familiengarten“, der neben uns menschlichen Bewohnern inzwischen viele Hochbeete und einige Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder sowie ein kleines Wohnhaus beherbergt. Dass wir uns für einen weiteren, gemeinschaftlichen Familiengarten einsetzen, folgt wesentlich aus unserer bedürfnisorientierten Lebensvorstellung. Bedürfnisorientierung ist zwar kein klares oder gar dogmatisches Konzept, doch geht es beispielsweise darum, uns entsprechend unserer natürlichen Veranlagung zu entfalten. Dazu zählen für uns mehrere Aspekte. So ist es uns wichtig, Nahrungsmittel wieder selbst vor Ort anzubauen. Unsere Gebrauchsgegenstände, wie Teller, Löffel oder Tassen wollen wir selbst anfertigen und mit künstlerischen Einflüssen zur Gebrauchskunst aufwerten. Wir wollen unsere Kinder in enger und fester Bindung zu uns Eltern beim Wachsen begleiten, sie nicht in engen Grenzen erziehen, sie aber doch auf die vernünftigen Grenzen einer Gemeinschaft orientieren. Dabei beziehen wir die Kinder in unsere gärtnerischen und künstlerischen Tätigkeiten mit ein und bieten ihnen zugleich in Gemeinschaft die Möglichkeit, feste Freundschaften aufzubauen und eigenen Interessen nachzugehen. Einbindung in eine starke Gemeinschaft ist für uns so wichtig, weil wir spüren, dass wir nur in dieser Gemeinschaft Kraft und Freiräume finden, um die Bedürfnisse unserer Kinder dauerhaft zu achten und unsere eigenen Bedürfnisse zu wahren. Nicht zuletzt entspricht es dem Bedürfnis der Kinder, sich spielerisch und kreativ in Gemeinschaft zu auszutoben und einzubringen.


Larissa und Danny

mit Emmie und Hannes

 

Erst mal ein paar Worte über uns: Wir sind Danny (39), Larissa (33), seine Tochter Emmie (6) und unserem gemeinsamen Sohn Hannes mit gerade 7 Monaten und so leben wir den ganz normalen Patchwork-Wahnsinn. Da ich der Liebe wegen nach Chemnitz gezogen bin, ist familiäre Unterstützung für uns leider ein Fremdwort und auch die besten Freundinnen wohnen in Deutschland verteilt.

Die Schwangerschaft verlief sehr holprig und in einem der zahlreichen Krankenhausaufenthalte habe ich die liebevolle, tolle und lustige Mathi kennen gelernt und sie in den Kreis meiner Lieblingsmenschen aufgenommen. Wir bestreiten regelmäßig den Alltag zusammen und diese Tage sind mir die Liebsten in der Woche. Kochen und bissl Haushalt wuppt sich so viel einfacher und neben der Unterstützung, die wir uns gegenseitig bieten können, ist es lustiger, lauter und natürlicher.

 

Wünschenswert wäre dies in einem größeren Rahmen, mit mehr Gleichgesinnten und einem Ort, den wir gemeinsam zu unserem Lieblingsort machen können. Uns ist aufgefallen, dass an Tagen in denen wir in einer größeren Gruppe agieren, der Fokus nicht immer nur auf den Kindern liegt und wir Erwachsenen versuchen sie zu „bespaßen“, die Kinder viel ausgelassener, zufriedener sind und abends glücklicher einschlafen.

 

Wir denken, dass Gemeinschaft auch eine Herausforderung darstellt. Denn wir haben das Gefühl, dass Dinge wie wertschätzende Kommunikation, Akzeptanz und bedingungslose Liebe in unserer Welt schon zum Teil abhandengekommen sind und erst einmal wieder erlernt werden müssen. Wir können an diesem Projekt nur wachsen und für unsere Kinder ein liebevolles Umfeld schaffen, in dem sie sich natürlich und in eigenem Tempo von uns Eltern als alleinige Bezugsperson lösen können, den Tag selbstbestimmt und mit anderen Kindern verbringen, von anderen Neues erlernen und Eigenes weiter geben können.

 Dieses Projekt bedeutet für uns Alle einen Gewinn und wir gehen gemeinsam wieder ein Stück zurück zur natürlichen Gemeinschaft und somit weg aus der Vereinzelung der Kleinstfamilie. Wir freuen uns darauf!

 

Mathilde und Thomas

mit Willi

Dass es ein Dorf braucht, um ein Kind aufzuziehen - damit bin ich erst im Zuge meiner Schwangerschaft durch das artgerecht-Projekt in Berührung gekommen. Zu diesem Zeitpunkt war ich von meiner Heimatstadt Berlin nach Chemnitz umgezogen und kannte "nur" meinen Mann. Das hatte mich sodann punktuell ziemlich traurig gemacht. Durch Gallensteine und eine massive Gallenblasenentzündung hatte ich das Glück, eine wunderbare schwangere Frau im Krankenhaus kennenzulernen, die ebenso wie ich artgerecht und bedürfnisorientiert mit ihrem Kind umgehen wollte. Mittlerweile tun wir das viel zusammen und sind damit eine Mini-Gemeinschaft. Zusammen lernten wir Gleichgesinnte kennen und erleben immer mal wieder temporär Gemeinschaft. Für unsere Kinder und selbstverständlich auch für uns ist das jedes Mal toll. Einen Ort, eine grüne Oase zu erschaffen, zu dem wir mit unseren Familien immer gehen können, um mit anderen zu Reden, zu Kochen, die Seele baumeln zu lassen, zu Diskutieren, Quatsch zu machen und Impulse zu bekommen, wäre wunderbar. Und aus dem Konjunktiv die Realität zu machen noch wunderbarer.

Wunderbar ist auch mein Sohn, den ich mit noch 32 Jahren weitgehend selbstbestimmt mit meiner Beleghebamme und meinem Mann in Mittweida natürlich entbunden habe. Der gesamte Geburtsprozess war unglaublich und hat mich unfassbar stark gemacht. Und er hat mein Relevanzsystem normalisiert, denn ich betrachte Lohnarbeit nun nicht mehr als einen Hauptidentifikationsaspekt in meinem Leben. Ich möchte viel mehr leben, Zeit zum Ausprobieren haben, Zeit für mich, meine Familie und neue Menschen. Ich bin offen und dankbar für Impulse und teile gern auch meine Erfahrungen. In unsere Familiengemeinschaft möchte ich mich gern aktiv einbringen, beispielsweise mit Fotokursen. Ich bin zwar Soziologin und war bis zur Elternzeit in der Bildungsbranche unterwegs, fotografiere aber gern ungestellt Menschen. Oder Landschaften beim Wandern.

Jennifer + Nico

mit 3 Kindern (6, 4 und u1 Jahr)

Wir sind eine 5-köpfige Familie (Nico 39, Jennifer 30 mit 3 Töchtern im Alter von unter einem Jahr, 4 Jahren und 6 Jahren) plus 4 Zwergkaninchen. Wir bauen schon seit längerem einiges im Garten an, so gut es eben in einem Mietgarten geht. Gerne würden wir noch viel mehr in Richtung Selbstversorger gehen, doch glauben wir, dass dies alleine schwer möglich ist. Als Gemeinschaft stellen wir uns das leichter und noch schöner vor. Wir versuchen bereits möglichst viel selbst zu machen, was sicher noch ausbaufähig ist, aber in einigen Bereichen schon gut klappt.

 

Dann kommt noch die Entfernung zur Familie von einer Seite dazu, ich (Jennifer) bin der Liebe wegen Wahl-Chemnitzerin und meine Familie wohnt auf der anderen Seite von Deutschland. Es fehlt Tante, Onkel, Großeltern, Urgroßeltern,… in der Nähe zu haben, besonders für unsere Kinder. Das stimmt mich manchmal traurig! Aber wir haben hier ein schönes Leben, aber uns fehlte immer häufiger eine ECHTE Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Das Zusammensein, der Austausch, das gemeinsame und gegenseitige Unterstützen, unkompliziert Zeit mit einander zu verbringen, gemeinschaftlich etwas schaffen und noch viel mehr. Hier kommt das SIPPENDING ins Spiel

 

Wir leben unsere Kreativität aus, soweit es Zeit und Raum zulassen, verbringen viel Zeit in der Natur, versuchen in allen Facetten des Lebens „in Beziehung“ zu leben, zu wertschätzen und nicht zu verurteilen oder zu bewerten, ob Mensch, Pflanze oder Tier, ob Groß oder klein, ob schrill und laut oder ruhig und unscheinbar. Wir alle haben ein Recht so angenommen zu werden und mit unseren Bedürfnissen beachtet zu werden, wie wir sind. So versuchen wir zu leben, aber natürlich – seine wir ehrlich- ist es manchmal echt schwer den Alltag mit all diesen ethischen und moralischen Vorstellungen, Wünschen und den unterschiedlichsten Bedürfnissen in Einklang zu bringen und uns mit Liebe und mit Rücksicht auf Bedürfnisse eines jeden zu begegnen, ohne dabei vielleicht selbst zu kurz zu kommen, egal wie sehr diese Wünsche und Grundsätze in uns verankert sind. Aber auf Fehltritten kann man lernen,  doch das geht am besten in einer echten und sicheren Gemeinschaft die einen auffängt, einem hilft und nicht nachträgt. Wir wollen das "Sippending" nicht nur besuchen, wir wollen es LEBEN!